Anschreiben schreiben: Anleitung in 6 Schritten
Stand: 30.07.2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Ein überzeugendes Anschreiben passt auf eine A4-Seite, nimmt konkret Bezug auf die Stelle und beantwortet drei Fragen: Warum dieses Unternehmen, warum diese Aufgabe, warum du? Statt deinen Lebenslauf zu wiederholen, belegst du deine wichtigsten Punkte mit einem kurzen Beispiel — und schließt mit einem klaren Ausblick auf ein Gespräch.
Was gehört in ein Anschreiben?
Ein Anschreiben folgt einem festen Gerüst. Diese Bausteine erwartet eine Personalabteilung:
| Baustein | Inhalt |
|---|---|
| Briefkopf | Deine Kontaktdaten, Empfängeradresse, Ort und Datum |
| Betreff | Bezeichnung der Stelle (ohne das Wort „Betreff") |
| Anrede | Nach Möglichkeit mit Namen der Ansprechperson |
| Einstieg | Konkreter Bezug zur Stelle — keine Floskel |
| Hauptteil | Deine passendsten Qualifikationen, mit Beispiel belegt |
| Bezug zur Firma | Warum genau dieses Unternehmen zu dir passt |
| Schluss | Verfügbarkeit, Ausblick auf ein Gespräch, Grußformel |
In 6 Schritten zum Anschreiben
- Stellenanzeige analysieren. Markiere die geforderten Aufgaben und Qualifikationen. Genau darauf antwortest du — Wort für Wort, nicht allgemein.
- Ansprechperson finden. Eine namentliche Anrede wirkt persönlicher als „Sehr geehrte Damen und Herren". Steht kein Name in der Anzeige, hilft oft ein Blick auf die Unternehmensseite.
- Stark einsteigen. Der erste Satz entscheidet, ob weitergelesen wird. Sag konkret, was dich an der Aufgabe reizt und warum du passt — nicht „hiermit bewerbe ich mich".
- Belegen statt behaupten. Für jede Kernkompetenz ein kurzes Beispiel: eine Aufgabe, ein Ergebnis. Das ist überzeugender als eine Liste von Eigenschaften.
- Bezug zum Unternehmen herstellen. Zeig, dass du weißt, wo du dich bewirbst — ein konkreter Grund, warum gerade diese Firma, hebt dich von Massenbewerbungen ab.
- Sauber abschließen. Verfügbarkeit (und ggf. Gehaltsvorstellung, falls verlangt), ein selbstbewusster Ausblick auf ein Gespräch, „Mit freundlichen Grüßen", Name.
Häufige Fehler
- Den Lebenslauf nacherzählen. Das Anschreiben ergänzt den Lebenslauf, es wiederholt ihn nicht.
- Austauschbare Floskeln. Sätze, die zu jeder Stelle passen, passen zu keiner richtig.
- Auf das Unternehmen nicht eingehen. Fehlt der konkrete Bezug, wirkt es wie eine Massenbewerbung.
- Tippfehler und falscher Ansprechpartner. Beides fällt sofort negativ auf — vor dem Absenden prüfen.
- Zu lang. Mehr als eine Seite liest kaum jemand vollständig.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Anschreiben sein?
In der Regel genau eine DIN-A4-Seite. Wichtiger als die Länge ist, dass jeder Satz einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle hat.
Was gehört in den ersten Satz?
Ein konkreter Bezug zur Stelle und zum Unternehmen statt einer Floskel — zum Beispiel, was dich an genau dieser Aufgabe reizt und warum du passt.
Brauche ich für jede Bewerbung ein eigenes Anschreiben?
Ja. Ein individuell zugeschnittenes Anschreiben wirkt deutlich stärker als eine Vorlage, die überall gleich klingt. Personaler erkennen Standardtexte sofort.
Wie schließe ich ab?
Mit einem selbstbewussten, aber nicht fordernden Schlusssatz, der Angabe zur Verfügbarkeit und der Grußformel „Mit freundlichen Grüßen" samt Namen.
Verwandte Themen
Kein Bock auf leere Seite?
Mein-JobPilot schreibt dein Anschreiben auf Basis deines Lebenslaufs und der konkreten Stelle — in deinem Stil, auf einer A4-Seite. Du prüfst, passt an und versendest.
Kostenlos ausprobieren