Bewerbungsfoto: Pflicht, Anforderungen und Tipps
Stand: 31.07.2026 · Lesezeit ca. 4 Minuten
Kurz gesagt: Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland freiwillig — seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darf niemand eines verlangen, und das Weglassen darf dir nicht schaden. Üblich und oft von Vorteil ist ein professionelles Foto trotzdem. Wenn du eines nutzt, gehört es oben rechts auf den Lebenslauf oder aufs Deckblatt — aktuell, vor neutralem Hintergrund, freundlich und gepflegt.
Ist ein Foto Pflicht?
Nein. Rechtlich ist das Bewerbungsfoto seit Inkrafttreten des AGG kein Pflichtbestandteil mehr. Ein Unternehmen darf kein Foto fordern, weil daraus auf Merkmale wie Herkunft oder Alter geschlossen werden könnte, die für die Auswahl keine Rolle spielen dürfen. Ob du eines beilegst, entscheidest du. In vielen Branchen ist ein gutes Foto weiterhin gängige Praxis und kann Sympathie und Professionalität transportieren — ein schlechtes Foto schadet dagegen mehr, als es nützt. Im Zweifel gilt: lieber kein Foto als ein unvorteilhaftes.
Anforderungen an ein gutes Bewerbungsfoto
| Kriterium | Empfehlung |
|---|---|
| Qualität | Professionell erstellt, scharf, gut ausgeleuchtet — kein Selfie |
| Hintergrund | Neutral und ruhig, ohne ablenkende Umgebung |
| Ausdruck | Freundlich, natürliches Lächeln, Blick in die Kamera |
| Kleidung | Zum Job und zur Branche passend, gepflegt |
| Aktualität | Höchstens etwa zwei Jahre alt, zeigt dich wie heute |
| Format | Hochformat, ins PDF eingebunden — keine lose Bilddatei |
Wohin gehört das Foto?
- Lebenslauf oben rechts — die klassische und platzsparende Variante.
- Deckblatt — wenn du eines nutzt, kommt das Foto oft dorthin, meist etwas größer.
- Nicht aufs Anschreiben — dort hat es keinen Platz.
- Als PDF eingebunden — nie als separate Bilddatei anhängen; das wirkt unfertig.
Häufige Fehler
- Selfie oder Urlaubsbild. Zugeschnittene Privatfotos erkennt man sofort — sie wirken unseriös.
- Veraltetes Foto. Wer im Gespräch anders aussieht als auf dem Bild, sorgt für Irritation.
- Überbearbeitung. Starke Filter oder Retusche nehmen dem Foto die Authentizität.
- Unpassende Kleidung. Zu leger für die Branche wirkt beliebig; zu overdressed unnatürlich.
- Schlechte Technik. Unscharfe, dunkle oder schief zugeschnittene Bilder schaden dem Eindruck.
Häufige Fragen
Ist ein Bewerbungsfoto Pflicht?
Nein, seit dem AGG ist es freiwillig. Arbeitgeber dürfen keines verlangen, und das Weglassen darf dir nicht zum Nachteil werden. Ein professionelles Foto ist in der Praxis aber weiterhin üblich.
Wohin gehört das Foto?
Oben rechts auf den Lebenslauf oder auf ein Deckblatt, ins PDF eingebunden. Auf das Anschreiben gehört es nicht, und als lose Bilddatei sollte es nicht angehängt werden.
Was macht ein gutes Bewerbungsfoto aus?
Ein professionelles Porträt vor neutralem Hintergrund, freundlicher Ausdruck, passendes Outfit, gute Ausleuchtung und aktuelle Aufnahme. Selfies und Urlaubsbilder wirken unseriös.
Wie alt darf das Foto sein?
Als Faustregel höchstens zwei Jahre — es sollte dich so zeigen, wie du heute aussiehst, damit es im Vorstellungsgespräch keine Irritation gibt.
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